Datenaufbereitung

Um das gewünschte Ergebnis im Druck zu erreichen, müssen bei der Datenaufbereitung einige Punkte berücksichtigt werden. Diese werden hier nun in kurzen Schritten erklärt:

 

Konsequentes Farbmanagement

Die nötigen Daten finden Sie in unserer Sammlung Grasl-Fairprint-CMM-2011.zip. In den 4 Unterordnern Profiles, Proofing, Settings und XPress finden Sie die entsprechenden Dateien.

Profiles:
enthält alle nötigen Profile
Mac OsX: Macintosh HD/Library/ColorSync/Profiles/
Windows: rechtsklick auf das Profil -> Profil installieren. Bei erfolgreicher Installation gibt es keine Rückmeldung vom System. Ist das Profil bereits installiert, so bekommen Sie die Meldung Profil deinstallieren. In diesem Fall brechen Sie die Installation ab.

Proofing:
Papiersimulation für Adobe Photoshop
Ist der Ordner Proofing nicht vorhanden, kopieren Sie unseren Proofing-Ordner in das angegebene Verzeichnis.
Mac OS X: Macintosh HD/Library/Application Support/Adobe/Color/Proofing/
Windows (bis XP): C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Adobe\Color\Proofing\
Windows (ab Vista): C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Adobe\Color\Proofing\

Settings:
Farbeinstellung für Adobe-Programme
Mac OS X: Macintosh HD/Library/Application Support/Adobe/Color/Settings/
Windows (bis XP): C:\Programme\Gemeinsame Dateien\Adobe\Color\Proofing\
Windows (ab Vista): C:\Users\“Benutzer“\AppData\Roaming\Adobe\Color\Settings\
oder:
Rechtsklick auf Grasl Fairprint PSO 2011.csf -> kopieren. Öffnen Sie in Ihrem Adobe Programm die Farbeinstellungen -> Laden. In diesem Fenster dann Rechtsklick -> einfügen. Wählen Sie nun die Grasl Fairprint PSO 2011.csf-Datei aus und bestätigen Sie mit OK.

  • Adobe Programme:
    Wenn Sie die CS-Suite verwenden, öffnen Sie die Adobe Bridge und unter Bearbeiten-Creative-Suite-Farbeinstellungen wählen Sie die Grasl Fairprint PSO 2011 Einstellung aus und bestätigen mit Anwenden. Nun sind alle Adobe Produkte mit den gleichen Farbeinstellungen Synchron (auch Acrobat). Wird nur bei den Programmen synchronisiert, die zur gleichen CS-Version gehört.
    Arbeiten Sie nur mit Einzelprodukten von Adobe, so muss in jedem Programm die Grasl Fairprint PSO 2011-Farbeinstellung separat eingestellt werden.
  • Quark XPress:
    Diese Einstellungen sind ab XPress 8.1. Öffnen Sie XPress und vergewissern Sie sich, dass kein Dokument geöffnet ist. Gehen Sie auf Bearbeiten -> Farbeinstellungen -> Quelle.

    Legen Sie eine neue Quelleinstellung an:


    Benennen Sie die Einstellung als Grasl Fairprint PSO 2011 und konfigurieren Sie den Reiter RGB und CMYK genau nach unseren Screenshots.
    Die Reiter LAB, Grau, Benannte Farben und Druckfarben bleiben unverändert. Speichern Sie die Einstellung.
    Gehen Sie nun auf Bearbeiten -> Ausgabestile, und importieren Sie unsere Datei Grasl Fairprint XPress Export 2011. Dadurch wird die Ausgabe-Einstellung im Bereich Farbmanagement mit importiert.
    Als letzter Schritt müssen nun die Farbeinstellungen aktiviert werden. Dazu gehen sie auf Voreinstellungen. In der linken Navigationsleiste gehen sie bis zum Punkt Standarddrucklayout und wählen Farbmanager an. Konfigurieren Sie diesen Abschnitt exakt nach unserem Screenshot.

 

Arbeiten im Layoutprogramm

Ist ihr Layout abfallend (Bilder, Grafiken oder Flächen stehen über das gewünschte Endformat), muss das betroffene Objekt 3 mm über das Endformat stehen.
Ist ihr Layout nicht abfallend, muss mindestens 5 mm Abstand zum Endformat eingehalten werden.

Definieren Sie Farbfelder immer in Typ Prozess und Modus CMYK, sollten sie mit einer Schmuckfarbe arbeiten, sind offizielle Pantone Color Bridge (CE)-Farbnamen zu verwenden.
Werden Hilfssonderfarben benötigt, so sind diese als Riller, Stanze, Perforierung, Prägung oder Lochung zu benennen und auf überdrucken zu stellen.

Partielle Drucklackierung
Legen Sie die Lackmasken in einer separaten Ebene als Schmuckfarbe Lack an. Stellen Sie die Lackmaske als separates PDF bei.

Sprachmutationen
Diese Arbeitsweise wird empfohlen, wenn sie z.B. Bücher in mehreren Sprachen produzieren.
Wenn Sie ein mehrsprachiges Layout erstellen, legen Sie für die Grundversion (Basis in allen Sprachen gleich) und jede Sprache jeweils eine eigene Ebene an.
In der Grundversion sind alle Elemente, die in allen Sprachversionen unverändert vorhanden sind.
Jede Sprache wird in einer separaten Ebene erstellt.
Stellen Sie jede Ebene als separates PDF bei.


 

Die richtige Wahl des Farbprofils

Für gestrichene Papiere verwenden sie das CMYK-Farbprofil ISO coated v2 und für SW-Bilder „DotGain 15“.

Für Naturpapiere haben Sie zwei Möglichkeiten.
Haben Sie Ihre Daten standardmäßig auf ISOcoated v2 aufgebaut, können Sie uns diese gerne auch als ISOcoated v2 beistellen und wir rechnen die Daten dann über unseren Colorserver auf das entsprechende Naturpapier-Profil um.
Oder Sie bereiten die Daten – Layout und Bilder – selbst für Naturpaiere auf.
Dann verwenden sie für weiße Naturpapiere (Papierklasse 4) das CMYK-Farbprofil PSOuncoated_ISO12647 (FOGRA47) beziehungsweise für gelbliche Naturpapiere (Papierklasse 5) das CMYK-Farbprofil ISOuncoatedyellowish (FOGRA30). Für SW-Bilder wird in beiden Fällen „DotGain 20“ verwendet.

Wichtig ist, dass Sie IMMER über den Outputintent im PDF definieren, in welchem Farbprofil die Daten vorliegen.
Wenn Daten ohne Profile beigestellt werden, gehen wir immer davon aus, dass die Daten dem Farbraum ISOcoated v2 entsprechen.

 


 

PDF erstellen

Liefern sie Ihre Daten immer als mehrseitige PDF/X-Dateien an, und definieren Sie den richtigen Dokumentfarbraum durch einen PDF/X OutputIntent (siehe Abschnitt „Die richtige Wahl des Farbprofils“).
Die Seiten müssen von der ersten Seite beginnend in aufsteigender Reihenfolge angeordnet und als Einzelseiten (keine Montagefläche bzw. Druckbögen) exportiert sein.
Gewünschte Leerseiten müssen mitgespeichert werden.
Bei Umschlägen mit Rücken oder Foldern mit der Falzart Wickelfalz, offener Fensterfalz oder Zickzackfalz, muss das PDF als Montagefläche bzw. Druckbogen beigestellt werden.

PDF-Export aus Adobe Indesign (ab CS 6)
Downloaden Sie unsere Settings und laden Sie diese in Indesign über
Datei -> Adobe PDF-Vorgaben -> Definieren -> Laden
Grasl FairPrint ID x4.joboptions

PDF-Export aus Adobe Indesign (ab CS 3)
Downloaden Sie unsere Settings und laden Sie diese in Indesign über
Datei -> Adobe PDF-Vorgaben -> Definieren -> Laden
Grasl FairPrint ID x1a.joboptions

PDF-Export aus Quark XPress (ab 8.1)
Wenn Sie Ihr XPress nach unserer Empfehlung konfiguriert haben, exportieren Sie das PDF mit unseren Ausgabestil Grasl Fairprint Xpress Export 2011

PDF über Distiller
XPress bis Version 8.0, Microsoft Office

Schritt 1:
Downloaden Sie unsere Settings und laden Sie diese im Distiller über Voreinstellungen -> Adobe PDF-Einstellungen hinzufügen
Grasl Fairprint Distiller unv 2011.joboptions

Schritt 2:

Vergewissern Sie sich, dass Sie in Acrobat die gleichen Farbeinstellungen verwenden wie in Ihrem Layoutprogramm.
Haben Sie Ihr PDF aus XPress exportiert oder mit dem Distiller erstellt, öffnen Sie Ihr PDF und konvertieren dieses nach PDFx1a:2003. Öffnen Sie das Preflight-Fenster und klicken Sie auf den Diamanten Standards -> wählen Sie Als PDF/X-1a speichern -> wählen Sie die Einstellungen wie im Screenshot beschrieben

-> Speichern sie das Dokument unter einem anderen Namen ab.

Schritt 3:

Überprüfen Sie Ihr PDF, ob alle Schriften vollständig eingebettet sind. Dies können Sie im Acrobat unter
Datei -> Eigenschaften -> im Reiter Schriften

Prüfen Sie Ihr PDF mit der Preflight-Einstellung Konformität mit PDF/X-1a prüfen. Beheben sie die angeführten Fehler.